Kuschelige blaue Socken

Dass Mädels ständig kalte Füße haben, ist eigentlich nicht mehr als ein längst widerlegtes Klischee. In diesem Fall beugt frau sich dem aber gern, denn damit steht einer riesigen Schublade voller kuscheliger, warmer Socken nichts mehr im Wege. Schuhe und Taschen waren gestern, heute stehen wir auf tolle Socken!

Selbstgemachte Socken – Vorteile ohne Ende

Aber Spaß beiseite: Natürlich sind die Füße im Winter auch mal kalt, und da gibt es nichts Besseres als selbstgemachte Socken, denn die halten wirklich richtig warm. Dazu kommt der Spaß beim Selbermachen, die dir die Freiheit gibt, deine Socken genauso zu gestalten, wie es dir gefällt. Damit wären wir dann schon bei Pluspunkt drei: Individueller und schöner können gekaufte Socken nie sein!

Früher waren Omas selbstgestrickte Füßlinge zumindest optisch verpönt, auch wenn sie schon damals das einzig wirksame Mittel gegen Kälte waren. Heute liegst du mit Wollsocken voll im Trend, ganz egal, ob uni, geringelt, mit Rüschen, Pünktchen oder Zopfmuster. An Sockenwolle mangelt es natürlich auch bei Geile Masche nicht, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das etwas ungewohnte Spiel mit den Nadeln

Grenzen findest du hier vielleicht beim Stricken selbst, zumindest wenn du bisher noch nie Socken gestrickt hast. Es gilt als etwas kompliziert, doch wenn du es einmal ausprobiert hast, wird dir auch das Stricken mit einem Nadelspiel nicht mehr schwerfallen. Unsere Devise bei Geile Masche lautet ohnehin „Einfach ausprobieren“, denn keiner erwartet von dir beim ersten Mal eine preisgekrönte Meistersocke.

Coole Socken: Tausend Varianten und deine Entscheidung

Es ist nicht so, dass es hier nur das eine Rezept gibt, das zum Sockenstricken genutzt werden kann. Im Gegenteil, hier unterscheiden sich die Anleitungen schon allein durch die verschiedenen Fersen äußerst zahlreich. Es sind so viele, dass wir hier in Kürze nicht alle genau erklären können, aber wir geben dir eine erste Übersicht, die dir deine Entscheidung erleichtern wird.

Die Qual der Wahl der Wolle

Als erstes suchst du dir natürlich ein passendes Garn aus. Es gibt spezielle Sockenwolle, die den speziellen Bedürfnissen angepasst ist: Sie ist strapazierfähig, gut zu stricken, elastisch und vor allem auch problemlos waschbar. Damit kannst du also im Prinzip nichts falsch machen, und die Auswahl an Farben oder Mustergarnen ist ebenfalls erfrischend. Alternativ kannst du natürlich auch andere Garne nutzen. Als Anfänger ist in jedem Fall ein glattes Garn zu empfehlen, denn dann kannst du dich besser auf Muster und Zählen konzentrieren.

Die einfachste Variante: Der Schlauch

Die Problemstelle beim Sockenstricken ist in der Regel die Ferse. Lässt du sie weg, geht es gleich viel einfacher. Das ist ein guter Einstieg für Anfänger, und für die Sofa-Socke auf jeden Fall ausreichend, denn sie sitzt vielleicht nicht ganz so perfekt, hält aber genauso warm. Passende Anleitungen findest du zum Beispiel hier oder schau mal da.

Fortgeschrittene stehen auf Fersenvielfalt

Wenn du dich sicher genug fühlst, entscheidest du dich für eine der gängigen Klassiker mit ausgeformter Ferse. Das sorgt zwangsläufig für einen optimaleren Sitz der Socke, ist allerdings gleichzeitig auch abhängig von der jeweilige Fußform. Hier ein kleiner Überblick für dich:

Die Bumerangferse

Das erste Modell ist die Bumerang- oder Jojo-Ferse, denn sie ist verhältnismäßig einfach und schnell umgesetzt. Die Variante eignet sich bestens für Füße mit niedrigem Spann, denn hier sitzt die Socke ziemlich eng. Musterbildende Garne sind hier aufgrund des Maschenkonstrukts eher nicht so praktisch, versuche es am Anfang am besten mit einfarbiger Wolle. Du findest im Netz natürlich ganz konkrete Anleitungen, zum Beispiel genau hier.

Wie bei Oma: Die Käppchenferse

Das ist das Modell, das optisch jeder kennt, denn so wurde schon vor Generationen fast jede Strumpfsocke fabriziert. Es besteht aus drei Teilen, der Rückwand, dem Käppchen und dem Zwickel. Dieser Schnitt ist optimal für Füße mit hohem Spann und sitzt perfekt. Einziger Wermutstropfen: Mit Mustergarnen sieht es am Ende nicht so perfekt aus, du solltest hier lieber zu einfarbigem Garn greifen. Spielen kannst du mit Fersen in anderer Farbe oder später natürlich auch mit zusätzlichen Mustervarianten. Einen guten Einblick gibt es zum Beispiel unter https://www.mytraveldiaryusa.de/socken-stricken/

Wieder anders: Die Nachtragsferse

Auch das ist eine Möglichkeit: Du strickst zuerst die Socke in einem durch und erst am Ende strickst du dann die Ferse nachträglich ein. So kannst du recht lange sehr entspannt handarbeiten und musst dich nur bei der abschließenden Ferse richtig konzentrieren. Außerdem lässt sich so die Ferse perfekt in einem Kontrastgarn einsetzen, dass bringt etwas Abwechslung und die Möglichkeit, Wollreste sinnvoll zu verbrauchen. Was die Passform angeht, eignet sich die Nachtragsferse am besten für Füße mit niedrigem Spann. Du willst es genauer wissen? Dann schau mal hier vorbei: https://stichfest.net/fersengestaltung/

Für den Anfang sollte diese Auswahl erst einmal genügen. Natürlich gibt es noch ein paar spezielle Variationen, aber das zeigen wir in einem späteren Beitrag.

Müssen Socken immer gestrickt sein?

Nein, das müssen sie natürlich nicht. Du kannst Socken auch häkeln und sogar nähen. Das gibt aber jeweils ein Thema für sich her und würde hier und jetzt schlichtweg zu weit führen. Aber wir werden zu einem späteren Zeitpunkt dazu mehr präsentieren. Für den Anfang ist die gestrickte Socke sicher der einfachste und beliebteste Klassiker, wenn es darum geht, deine kalten Füße in heiße Socken zu verpacken.

Von Mika Feis